Wohnsiedlung Fürstenried

Wohnsiedlung Fürstenried

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Wohnsiedlung Fürstenried

Das Planungsgebiet liegt im Südwesten Münchens unmittelbar an der Stadtgrenze zu Neuried. Es ist Teil der in den 1960/-70er Jahren entstandenen Stadtentwicklung Münchens und umfasst knapp 1500 Wohnungen. Die Baustruktur im Wohnquartier ist ausschließlich durch Geschosswohnungsbau in einer Kombination unterschiedlicher Typologien geprägt. Punkthäuser mit bis zu neun Geschossen, überwiegend viergeschossige Zeilen sowie ein Hochpunkt mit 14 Geschossen werden durch fließende, gebietstypische Freiräume eingebettet. Die bestehende Großwohnanlage der Bayerischen Versorgungskammer in Fürstenried-West soll um ca. 600 zusätzliche Wohneinheiten sowie soziale Infrastruktur und wohnverträgliche Gewerbenutzung nachverdichtet und aufgewertet werden. Im Wettbewerb um die Planung wurde h4a im Ideenteil für den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Gesamtentwurf mit dem 2. Preis und im Realisierungsteil für die Gebäude- und Freiflächenkonzeption mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Auf Grundlage des Bebauungsplankonzeptes von LIN Architects Berlin wird die vorhandene Morphologie der Wohnanlage aufgenommen und in verschiedenen Teilbereichen sorgfältig ergänzt. Der offene Charakter der Siedlung bleibt bestehen, wertvolle Freiflächen werden geschont, diagonale Grünzüge erhalten und ein sinnvolles Wegenetz geschaffen. Das Leitbild „Wohnen im Grünen“ mit viel Licht und Freiraum für alle Wohnungen wird dabei gestärkt. Die baulichen Strukturen werden mit vier Gebäudetypologien für Aufstockung, Erweiterung und Neubau weiterentwickelt: Teilweise ergänzende, präzise gesetzte, fünfgeschossige Zeilenbauten auf bestehenden Parkierungsflächen und ebenfalls ergänzende Punkthäuser als 14- bis 16-geschossige Hochpunkte im Norden, die neue Schwerpunkte markieren. Aufstockung der viergeschossigen Bestandsgebäude, um ein oder zwei Geschosse in Holzbauweise, zur Kräftigung ihrer städtebaulichen Wirkung als Punkt oder Zeile. Erweiterung der Ost- und West-orientierten neungeschossigen Bestandsgebäude an ihrer Nordseite soweit städtebaulich sinnvoll und verträglich. Die angestrebte Wohnungsvielfalt von 1- bis 4-Zimmerwohnungen, und damit auch eine gesunde Durchmischung des Quartiers, wird über ein flexibles Grundrisssystem erzielt. Der neu gestaltete Straßenraum verbindet qualitativ hochwertige, öffentliche Aufenthaltsbereiche mit der Quartierserschließung in Form eines ´shared space´. Am städtebaulich und räumlich ablesbaren Schwerpunkt des Viertels entsteht ein kleiner Platz mit Quartierstreff, der für die Bewohner einen lebendigen Ort mit vielen Freizeitangeboten darstellt.

Visualisierung: h4a

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